B.K.S. Iyengar

Bellur Krishnamachar Sundara (BKS) Iyengar wurde 1918 in Bellur, einer Kleinstadt im Süden Indiens, geboren. Er lernte als Teenager Yoga in der Yogaschule seines Onkels Tiruvannamalai Krishnamachar in Mysore und begann schon bald selbst zu unterrichten.

B.K.S. Iyengar

Mehr als ein halbes Jahrhundert intensivster Yogapraxis und Lehrerfahrung führten dazu, dass er heute als eine der führenden Gestalten des modernen Yoga international anerkannt ist.

Von 1954 an begann Iyengar regelmäßig den Westen zu bereisen, insbesondere England und die USA. Er galt zunächst als Insidertip, der eine Anzahl prominenter Schüler wie etwa Yehudi Menuhin, Jiddu Krishnamurti, Aldous Huxley und die Königin von Belgien aufzuweisen hatte. Doch mit der Veröffentlichung seiner Bücher, der Gründung seines Yoga-Institutes in Pune (1975) und dadurch, dass immer mehr von Iyengars Schülern nach seiner Methode zu unterrichten begannen, stellte sich relativ rasch eine enorme Breitenwirkung ein.

Heute gibt es Iyengar-Yoga-Institute, Ausbildungsprogramme und Vereinigungen nicht nur in Indien, sondern auch in den meisten westeuropäischen Ländern, den USA, Australien, Kanada, Israel, Japan, Neuseeland und Südafrika.

B.K.S. Iyengar

Iyengars in zahlreiche Sprachen übersetzte Hauptwerke «Licht auf Yoga»(1966, dt. 1969) und «Licht auf Pranayama»(1981, dt 1984) dokumentieren den Durchbruch zu einer neuen Übungsform und setzten durch ihre detaillierte Darstellung der verschiedenen Haltungs- und Atemübungen neue Maßstäbe in der Yogaliteratur.

U.a. in der unter dem Titel «Der Baum des Yoga» (1988, dt.1991) erschienenen Sammlung von Vorträgen, stellte Iyengar den theoretischen Hintergrund, von dem aus er seine Yogaerfahrung interpretiert, ausführlich dar. Zu seinen letzten Werken zählen ein umfangreicher Kommentar zu den Yogasutren des Patanjali und vor allem ein umfangreiches Lehrbuch, das die therapeutischen Aspekte des Iyengar-Yoga hervorhebt:
Yoga. Der Weg zu Gesundheit und Harmonie (dt. 2001).